Jeans und der Bergriff Blue Jeans

Wer kennt sie nicht? Wer hat sie nicht selbst im Kleiderschrank hängen, oft sogar in mehrfacher Ausführung – die Jeans, seltener auch als Nietenhose bezeichnet.

Der Begriff „Jeans” entstammt dem Amerikanischen „Jean”, was übersetzt so viel wie „geköperter Baumwollstoff” bedeutet. Im Allgemeinen sind, wenn von Jeans die Rede ist, Hosen gemeint, die üblicherweise aus Denim (serge de Nimes) gefertigt sind und ursprünglich als blaue, robuste Arbeitshose von dem deutsch-amerikanischen Industriellen Levi Strauss für Goldgräber erfunden wurden.

Hosen aus Baumwolle wurden damals aus der Gegend um Genua nach Amerika gebracht, aus der französischen Form von Genua – „Genes” – entwickelte sich in der amerikanischen Umgangssprache der Ausdruck „Jeans”. Levi Strauss begann, die Arbeiterhosen für die amerikanischen Goldgräber aus blauem Denimstoff herzustellen, also „Genes” aus Denim (Denim Jeans). Dem Schneider Jacob Davis war die Idee entsprungen, die Nähte mit Nieten zu verstärken. Im Mai des Jahres 1873 wurde die Jeans patentiert, Strauss und Davis waren gemeinsam Patentinhaber.

Der Begriff „Blue Jeans” oder „Bluejeans” entstand um 1920. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Jeans nach Europa, wo sie 1948 das erste Mal von der L. Hermann Kleiderfabrik (Mustang) produziert und 1953 auch die erste Damenjeans gefertigt wurde.

Die Jeans entwickelte sich schnell von der einstigen Arbeiterhose zur beliebten Freizeit- und Tageskleidung.

Bekannte Jeansmarken sind unter anderem Levi’s, Wrangler, Mustang, Lee, Diesel, Replay, G-Star und Miss Sixty. Auf dem Markt finden sich jedoch auch Designerjeans, beispielsweise von Joop, Hugo Boss, Calvin Klein und Armani.

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